der Harz

Thale liegt direkt am Zugang zum Bodetal, das als der deutsche Grand Canyon gilt. Die wilde, schroffe Landschaft mit ihren verwitterten Felsformationen und Buchenwäldern ist eine der schönsten Wandergegenden Deutschlands und inzwischen auch bei Mountainbikern sehr beliebt.

Die beeindruckende Natur lockt schon seit Beginn des 19. Jahrhunderts viele Besucher nach Thale. Zur Jahrhundertwende entstand in Thale das damals größte Hotel Deutschlands. Goethe war hier genauso Gast wie Heinrich Heine; Theodor Fontane fand in Thale seine Motive für die Romane Effi Briest und Cécile.

Thale ist auch ein guter Ausgangspunkt zu Besuchen im Nationalpark Harz und auf dem Brocken, die man zu Fuß und mit den bekannten Harzer Schmalspurbahnen erkunden kann. Im Winter gibt es verschiedene Möglichkeiten für Skilanglauf in der Umgebung.

Gleichzeitig ist Thale eine Stadt mit langer und bewegter Industriegeschichte. In der Stahlhütte arbeiteten in der Hochzeit tausende Menschen. Noch heute ist spürbar, wie eng die Geschichte der Stadt mit dem Stahlwerk verbunden war.

Bekannt war das Werk vor allem für erstklassigen Stahl mit Emailbeschichtung. Kochtöpfe wurden genauso gefertigt wie die riesigen Wandbilder vom „Institut für Architekturemail“.

Gerade einmal 10 km entfernt liegt die UNESCO-Welterbestadt Quedlinburg. Mit einem historischen Kern, der sich über mehr als 80 ha erstreckt, gehört die Fachwerkstadt zu den größten Flächendenkmalen des Landes. Auch die benachbarten Orte Halberstadt, Wernigerode und Goslar beeindrucken mit ihrer langen Geschichte, Kultur, Kunstschätzen und Architektur. Die Straße der Romanik führt an Thale vorbei durch Quedlinburg.

Wer nicht per Auto anreisen möchte, erreicht Thale übrigens sehr gut mit der Bahn: Der Ort ist Endstation der Stecke Magdeburg – Thale. Am Wochenende und an Feiertagen gibt es auch durchgehende Züge ab Berlin Hauptbahnhof.